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825 Jahre Wernborn

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Zuletzt Aktualisiert: 01.04.2017


Mosaik

Das Projekt „Erinnerungsstein 825 Jahre Wernborn“

Die Idee, etwas Bleibendes als Erinnerung an das Wernborner Jubiläumsjahr 2016 zu hinterlassen, beschäftigte uns schon gleich Anfang 2017. Dann hatte Manuel die zündende Idee.

„Ich habe da einen Verwandten in meiner Heimatstadt Almodovar des Rio, der fertigt tolle Mosaike an. Das wäre doch was!“

Ist solch ein Gedanke erst einmal ausgesprochen, wird er sogleich weitergesponnen und ausgebaut. Es dauerte nur wenige Tage, bis der Plan konkret wurde. Manuel nahm Kontakt mit Angel – so heißt der Mosaikkünstler – auf, schickte ihm ein Bild mit unserem Jubiläumslogo. Der wiederum war nicht abgeneigt, nannte Preis und Lieferzeit und schließlich kam der Auftrag zustande.


Angel schickte uns immer wieder Bilder vom Fortgang der Arbeiten, bei uns wuchs die Spannung und die Vorfreude. Rund drei Monate später, kam die Nachricht: „Das Mosaik ist fertig!“

Wir sollte das Mosaik zu uns kommen? Diese Frage beschäftigte uns mehrere Wochen lang. Paketdienst? Wir scheuten uns, das wertvolle Stück einem Paketdienst anzuvertrauen, zumal die maximale Versicherungssumme nur 500 € betrug. Spedition? Eindeutig zu teuer. Manuel bot sich an, das Mosaik als Handgepäck im Flugzeug zu transportieren. Mit 30 kg erwies es sich aber als viel zu schwer für diese Idee.

Schließlich war die Lösung zum Greifen nah und wurde schließlich so umgesetzt. Manuel reiste mit dem Flugzeug nach Südspanien und organisierte vor Ort die Übergabe des Mosaiks. Zeitgleich machte sich Wolfgang, der ohnehin den Plan hatte, in Südfrankreich und in Madrid alte Freunde zu besuchen, mit seinem VW-Bus auf den rund 2000 km langen Weg nach Almodovar del Rio, ganz in der Nähe von Cordoba.

Zunächst klappte es prima. Manuel flog an einem Mittwoch Anfang September 2017 nach Malaga. Am nächsten Tag, dem Donnerstag, nahm auch Wolfgang die Reise in Angriff. Die Übergabe des Mosaiks, die mit Angel, der Bürgermeisterin von Almodovar und einigen Pressevertretern stattfinden sollte, war für den darauffolgenden Montag geplant.

Dann begann es, schwierig zu werden. Am Samstag blieb Wolfgang mit einer Autopanne südlich von Foix am Fuße der französischen Pyrenäen liegen. Das Auto wurde abgeschleppt und konnte wegen des Wochenendes nicht gleich repariert werden. Am Montag stellte sich heraus, es konnte vor Ort überhaupt nicht instandgesetzt werden, sondern musste per Autotransporter nach Wehrheim gebracht werden. Bis das alles klar war, war der geplante Übergabetermin längst geplatzt. Er wurde erst auf Mittwoch, dann auf Donnerstag und schließlich auf den Freitag verschoben. Am Dienstagnachmittag hatte Wolfgang ist endlich fertiggebracht, in Toulouse einen passenden Mietwagen aufzutreiben und die Reise in den Süden Spaniens fortzusetzen. Er kam dort am Donnerstagabend an. Der herzliche Empfang durch Angel und seine Familie, der Besuch in dessen Werkstatt und das abendliche Bier auf der Plaza mit Manuel machten rasch die Aufregungen und Strapazen der zurückliegenden Tage vergessen.



Freitagmorgen. Treffen auf einem Parkplatz unterhalb des imposanten römischen Kastells hoch über der Stadt. Das Mosaik stand auf einer Staffelei und wurde so postiert, dass man auf dem Pressefoto das Mosaik, die Personen und im Hintergrund das Kastell sehen würde. Dann kam der Anruf, die Bürgermeisterin sei erkrankt, stattdessen würde aber ihr persönlicher Referent und Kulturbeauftragte der Stadt erscheinen. So geschah es dann auch. Die Pressevertreter schossen ihre Fotos, die Sonne lachte vom wolkenlosen Himmel und endlich war alles geschafft. Das Mosaik wurde sorgfältig verpackt, im Mietauto verstaut und Manuel, sein Onkel …. und Wolfgang unternahmen eine kleine Rundfahrt durch die Gegend.

So erreichte das Mosaik schließlich ein paar Tage später wohlbehalten Wernborn.

Jetzt folgte der zweite Teil des Projektes. Es galt, einen passenden Stein zu finden, auf dem das Mosaik befestigt werden sollte. Das war schwierig. Mehrere Besuche im Quarzitwerk, in Steinbrüchen bis hinunter in die Bergstraße waren zunächst erfolglos. Die Steine hatten entweder nicht die gewünschte Form, waren zu klein, zu groß oder schlichtweg zu teuer. Schließlich wurden Manuel, Wolfgang und Willi fündig, und zwar im Steinbruch des Quarzit-Werkes in Köppern. Der Findling lag unter einem Haufen anderer Steine, ein hilfreicher Baggerfahrer legte ihn frei und nach eingehender Beratung kam der befreiende Beschluss: „Das ist er!“

Die Firma Eckhard aus Wehrheim transportierte das über zwei Tonnen schwere Ungetüm zur Firma Steintechnik, ebenfalls in Wehrheim. Dort wurde der Stein beschnitten, die Vertiefung für das Mosaik hineingefräst und dieses schließlich befestigt. In der der Zwischenzeit wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Usingen, dem Wernborner Ortsbeirat und dem Obst- und Gartenbauverein der genaue Standort für den Stein festgelegt, die Firma Holzlehner legte das Fundament, transportierte den Stein von Wehrheim nach Wernborn und stellte ihn fachmännisch auf. Das alles geschah Ende Dezember 2017.

Der letzte Akt des Projektes war die Terminfindung für eine feierliche Enthüllung des Gedenksteins und des Mosaiks. Die gestaltete sich überaus schwierig aber schließlich war auch das in trockenen Tücher. Landrat, Bürgermeister, Stadtverordnetenvorsteher, mehrere Stadträte, Ortsbeirat, Vertreter der beteiligten Firmen und über 40 Wernbornerinnen und Wernborner wurden am 25. Januar 2018 Zeugen dieser kleinen Feierstunde in der Mitte des Dorfes. Seitdem ziert der Stein unser Dorf und wir alle sind ziemlich stolz darauf.